Barky bricht die Logik: True XOR True = True
Barky und der verschwundene Mond
Barkys Silvester in Penkun
Während überall Raketen gezündet werden und der Himmel klingt wie ein kaputtes Schlagzeug, sitzt Barky aus Penkun ganz ruhig auf seiner Bank vor dem Haus. Neben ihm seine Hunde, eingewickelt in Decken, die Katzen auf der Fensterbank, leicht skeptisch, aber entspannt.
Barky böllert nicht.
Nicht aus Spaßbremse, sondern aus Überzeugung.
„Die Tiere haben Ohren“, sagt er.
„Und die Umwelt hat genug mit uns zu tun.“
Statt Raketen hat er eine Thermoskanne dabei. Selbstgemachter Punsch. Leise Musik aus einem alten Radio. Wenn irgendwo eine Rakete hochgeht, hebt er kurz den Blick, nickt höflich dem Himmel zu und denkt sich seinen Teil.
Kurz vor Mitternacht geht Barky eine kleine Runde durchs Dorf. Nicht zum Feiern, sondern mit einer Taschenlampe und einem Beutel. Er sammelt auf, was andere liegen lassen: leere Batterien, Raketenschäfte, Konfetti, das keiner mehr haben will.
Manche wundern sich.
Manche schämen sich ein bisschen.
Manche helfen plötzlich mit.
Um Mitternacht stößt Barky an. Still.
Mit sich selbst, den Tieren und dem neuen Jahr.
Und als der erste Morgen des Jahres anbricht, ist Penkun ein kleines bisschen sauberer als am Abend zuvor. Niemand weiß genau warum – aber alle wissen irgendwie, wer.
Barky sagt später nur:
„Feiern kann man laut. Verantwortung eher leise.“
Und dann geht er nach Hause, räumt seinen Beutel weg und macht Kaffee. ☕